Di- World

Drei Freundinnen aus dem Herzen des Ruhrgebiets liegen während eines Berlin-Ausflugs im Gras am Ufer der Spree, ausgestattet mit Stift und Papier erlauben sie sich zu träumen… von einer Welt, die so ist, wie sie ihnen gefällt: barrierefrei, kreativ, im Dialog, solidarisch, handelnd, im Hier und vor allem Jetzt. In dieser Welt bringen die drei nicht nur ihr Wissen aus verschiedenen Studiengängen und Berufserfahrungen, sondern vor allem ihre Talente ein- ihre Liebe zur Natur und Gesprächen auf ihren (Mutter-)Sprachen, ihr Auge für das richtige Motiv und die Freude an der Arbeit mit diversen Menschengruppen, ihren Wunsch, alle Geschichten im Kopf niederzuschreiben und zum Takt des prasselnden Regens Tänze zu choreografieren… Und das alles mit und für einfach alle, die sich gegenseitig aufrütteln und vor allem kreativ, friedvoll und gemeinsam auf den Weg machen wollen, etwas zu verändern. Knapp zweieinhalb Jahre später, nach dem Ausprobieren von unterschiedlichen Aktionen wie Sprachencafés und interreligiösen Erzählabenden, waren nicht nur Zettel voller Ressourcen und Ideen in einem Aktenordner abgelegt, sondern auch der Verein Di-World (sprich Die-World) gegründet.

Aber was ist jetzt genau euer Ziel?

Wir kommen beruflich aus einer Ecke, in der jedes Projekt eine konkrete Zielvorstellung zugrunde zuliegen hat und Maßnahmen drum herum gepuzzelt sein müssen, die darstellen, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Seit Jahren schreiben wir Anträge, u.a. auch um in einem prekären System unsere eigenen Stellen zu erhalten. In der idealen Vorstellung unseres Lebens, dem wir mit diesem Verein Raum geben wollen, ist ein System, welches von kurzfristigen Zielerreichungen ausgeht, nicht mehr von Nöten. Unsere Vision ist es, eine gerechte Welt zu bauen. Dies ist weder messbar, noch realistisch und so kein bisschen geeignet für eine Zielbeschreibung. Also überspringen wir die Formulierung eines Ziels eben und packen direkt an.

Maßnahmen habt ihr schon, oder!?

Na klar! Neben Maßnahmen haben wir erstmal noch eine ebenso nicht messbare und noch weniger realistische Definition einer gerechten Welt. Dieser liegt die Idee der sozialen Inklusion zugrunde. Wir wollen Teilhabe für alle. In unseren Worten nennen wir das: Alle sollen sich und ihr Potenzial frei entfalten können, ohne dass andere und die Umwelt dadurch Schaden nehmen. Wir glauben, dass Frieden dadurch herstellbar ist, dass Menschen ihre (innere) Stärke (wieder-)entdecken und es Räume gibt, in denen sie sich frei entfalten können. Wir glauben, dass das Ende von Diskriminierung da anfängt, wo sich Menschen begegnen und gemeinsam gestalterisch tätig werden. Nein, wir glauben nicht, dass alle Menschen dies mit und bei uns können- auch dafür arbeiten wir in einem globalen Netzwerk, mit allen, die unsere Werte teilen, um möglichst passgenau zu vermitteln.

Um mal konkret zu sagen, was wir uns vorstellen können:

Wir wollen bloggen, beraten, begleiten, Workshops geben, vernetzen, vernetzt sein, zum Umdenken anregen, Gesprächskreise anbieten, reisen, lernen und lehren, Gestaltungsräume bieten, zuhören, spinnen, kreativ und einfach sein… und das divers für diese Welt.

Machst du mit?

cropped-di-world.org-blau-2-1.pngDuring a trip to Berlin, three friends from the heart of the Ruhr-Area lie in the grass on the banks of the Spree, equipped with pencil and paper, they allow themselves to dream… of a world that is just the way they like it: barrier-free, creative, in dialogue, in solidarity, acting, here and above all now. In this world, the three of them not only have their knowledge from different courses of study and professional experience, but first of all their talents to offer- their love for nature and conversations in their (native) language(s), their eye for the right motif and the joy of working with different groups of people, their desire to write down all stories in their heads and to choreograph dances to the beat of the pouring rain. . . And all this with and for simply all those who want to shake each other up and above all creatively, peacefully and together set out to inspire change. Barely two and a half years later, after trying out various activities such as language cafés and inter-religious storytelling evenings, not only were there notes full of resources and ideas filed in a file folder, but also the association Di-World was founded.

But what exactly is your goal now?

We come from a professional background where each project is based on a concrete objective and measures have to be puzzled around it to show how this objective is to be achieved. For years we have been writing applications, including also to maintain our own jobs in a precarious system. In the ideal conception of our life, to which we want to give space with this association, a system which starts from short-term goal achievements is no longer necessary. Our vision is to build a just world. This is neither measurable nor realistic and thus not at all suitable for a target description. So we just skip the formulation of a goal and get straight down to work.

But you have measures already?!

You bet! In addition to measures, we also have an equally unmeasurable and even less realistic definition of a just world. This is based on the idea of social inclusion. We want participation for all. In our words we call this: Everyone should be able to develop themselves and their potential freely without harming others or the environment. We believe that peace can be achieved by people (re)discovering their (inner) strength and by having spaces in which they can develop freely. We believe that the end of discrimination begins where people meet and work together to create. No, we don’t believe that everyone can do this with and by us – we also work for this in a global network, with everyone who shares our values, in order to communicate as accurately as possible. To be more specific, what we can imagine: We want to blog, advise, accompany, give workshops, network, be connected, encourage rethinking, offer discussion groups, travel, learn and teach, offer space for creativity, listen, be creative, be…. diverse and for this world.

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